Mehr fair

Mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel, weniger Umweltzerstörung und Hunger auf der Welt sowie bessere Gesundheitsversorgung, Bildungsangebote und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle – dafür kämpfen die Veranstalter*innen der Aktions- und Infotage auf der Faire Woche 2017, die vom 15. bis 29. September bundesweit zelebriert wurde. Natürlich waren auch in Göttingen Weltläden, Aktionsgruppen, kirchliche Initiativen, Einzelhändler, Gastronomie-Betriebe, Kantinen, Schulen und viele andere mit von der Partie und machten mit zahlreichen Aktionen auf die Idee des fairen Handels und seine Wirkungen aufmerksam. Ganz vorne mit dabei war die Koordinationsstelle kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Göttingen, die in Kooperation mit der Hochschulgruppe Kritische Wirtschaftswissen die Aktionstage Fairer Handel organisiert und uns freundlicherweise die folgenden Fotos zur Verfügung gestellt hat.

[Fotos©Raffael Siegert, Beschäftigungsförderung Göttingen]

↑ Die Grüne Hochschulgruppe Göttingen hat den neu erworbenen „Fair-o-mat“ zum ersten Mal bei den Aktions- und Infotagen Fairer Handel im Stilbrvch aufgestellt. Dieser Automat funktioniert komplett mechanisch und somit stromlos, ist aus recycelten Materialien und es gibt ausschließlich fair gehandelte Produkte darin zu erwerben. Seit dem 25.09. steht er im Zentralen Hörsaalgebäude der Uni neben der Chipkarten-Ausgabe und versorgt die Studenten mit fair gehandelten Produkten aus dem Göttinger Weltladencafé.

↑ Klamotten für alle Geschmäcker: Auf der Kleidertauschparty vorm und im Stilbrvch gab es als nachhaltige Alternative zum Kauf immer neuer Klamotten eine Tauschbörse.

↑ Der Fair-Fashion-Guide von Femnet e. V. ist ein Magazin für sowohl mode- als auch politikbewusste Menschen, die etwas über Faire Mode lernen wollen.

↑ Eine Besucherin der Aktions- und Infotage Fairer Handel betrachtet eine Fototafel der Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung“ von Femnet e. V., einer NGO, die für bessere Bedingungen für Textilarbeiter*innen – insbesondere in Bangladesch und Kambodscha – kämpft. Die Ausstellung informiert aus der Perspektive der Arbeiter*innen über teils menschenrechtswidrige Zustände in Textilfabriken und möchte hiesige Konsument*innen auf diese Missstände aufmerksam machen.

↑ Ximena und José von der NGO „International Justice Mission“ (IJM) informierten über ihre Arbeit. Sie kämpfen für die Rechte von Kindern und Arbeiter*innen sowie generell Menschen in armen Gegenden weltweit, die oftmals Opfer von Sklaverei, Zwangsarbeit, Zwangsprostitution, willkürlicher Gewalt und Enteignung, auch vonseiten staatlicher Institutionen werden. IJM setzt sich besonders für juristische Verfolgung solcher Menschenrechtsverletzungen ein.

↑ Die Göttinger Band „ego vs emo“ war Teil des Kulturprogramms, das die Aktions- und Infotage Fairer Handel begleitet und mit für das Publikum für die entwicklungspolitischen Inhalte des Festivals gesorgt hat.

↑ Über Gerechtigkeit im Globalen Handel – insbesondere von Textilgütern – diskutierten in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde khg Göttingen Anna Grasemann [Bildungsreferentin für Femnet e. V.], Prof. Stephan Klasen [Entwicklungsökonom, Universität Göttingen], Dr. Julian Culp [Philosoph und politischer Theoretiker, Goethe-Universität Frankfurt a. M.] und Ulrike Paschek [Attac]. Moderiert wurde von Anil Shah (I.L.A. Werkstatt). Die Veranstaltung war Teil der Aktions- und Infotage Fairer Handel und fand einen Tag nach dem Festival im Stilbrvch statt. Beide Veranstaltungen sind Kooperationen zwischen der Koordinationsstelle für kommunale Entwicklungspolitik, die u. a. den Fairen Handel in der Region stärken soll, und der Hochschulgruppe Kritische Wirtschaftswissenschaften.

Veröffentlicht am: 28.09.2017
Autor: vanessa

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