Pusteblume

Lebensfreude trotz Corona?

Göttingens Autonome werden sich freuen: Aufgrund von Corona ist aus dem Vermummungsverbot ein Vermummungsgebot geworden.

[Text: Vanessa Pegel | Video: Andreas Steppan | Musik: Carinha]

Seit dem 27.04.2020 herrscht auch in Niedersachsen Mundschutz- bzw. Maskenpflicht – zumindest im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Ob diese weitere Zwangsauflage tatsächlich geeignet ist, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen oder neue gesundheitliche Probleme aufwirft, darüber streiten sich die Geister. Sicher ist: Wir können jetzt zwar unerkannt einkaufen oder unauffälliger Banken ausrauben, aber leider immer noch nicht anonym demonstrieren gehen, denn vor dem Vermummungsgebot wurde aus Sicherheitsgründen die Versammlungsfreiheit aufgehoben. Wohin uns das alles führen wird und welche von den wirklich weitreichenden Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind, wird sich erst noch zeigen. Jedenfalls hat meine in einem Modegeschäft arbeitende Schwester seit der Maskenpflicht jeden Abend Kopfschmerzen und fühlt sich so schlapp wie ein nasser Turnschuh. Außerdem gab mir das folgende Zitat von meiner herzallerliebsten, 72-jährigen Mutter zu denken: „Solange man den Mundschutz nicht immer und überall tragen muss, geht es ja noch, aber das Kontaktverbot macht mir wirklich langsam zu schaffen. Besonders die alten Menschen haben möglicherweise nur noch ein paar Jahre oder vielleicht sogar nur noch wenige Monate zu leben. Sollen sie diese in kompletter Isolation und Einsamkeit, fernab von ihren Liebsten verbringen? Wo bleibt bei all den Sicherheitsmaßnahmen die Verhältnismäßigkeit und was ist mit der Lebensqualität der Menschen? Ich möchte mein Leben auch im Alter noch genießen können und meine Liebsten in die Arme schließen dürfen. Wenn mir das vom Gesetzgeber verboten wird, was ist mein Leben dann noch wert?“

 

PS: Für ein besseres Feeling zum Thema Leben empfehlen wir zur Zerstreuung unser Pusteblumen-Video mit Vanessa an der Göttinger Leine. Dazu schenken wir Euch als Ohrenschmeichler Carinhas Song „Leben“, den Ihr in Gänze auf Spotify findet. Aber jetzt bitte erstmal da unten drauf klicken. ♥

VONWEGEN: Lebensfreude trotz CoronaDie Autonomen werden sich freuen: Aus dem Vermummungsverbot ist ein Vermummungsgebot geworden. Seit gestern herrscht auch in Niedersachsen Mundschutz- bzw. Maskenpflicht – zumindest im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Ob diese weitere Zwangsauflage tatsächlich geeignet ist, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen oder neue gesundheitliche Probleme aufwirft, darüber streiten sich die Geister. Sicher ist: Wir können jetzt zwar unerkannt einkaufen oder unauffälliger Banken ausrauben, aber leider immer noch nicht anonym demonstrieren gehen, denn vor dem Vermummungsgebot wurde aus Sicherheitsgründen die Versammlungsfreiheit aufgehoben. Wohin uns das alles führen wird und welche von den wirklich weitreichenden Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind, wird sich erst noch zeigen. Jedenfalls hat meine in einem Modegeschäft arbeitende Schwester seit der Maskenpflicht jeden Abend Kopfschmerzen und fühlt sich so schlapp wie ein nasser Turnschuh. Außerdem gab mir das folgende Zitat von meiner herzallerliebsten, 72-jährigen Mutter zu denken: „Solange man den Mundschutz nicht immer und überall tragen muss, geht es ja noch, aber das Kontaktverbot macht mir wirklich langsam zu schaffen. Besonders die alten Menschen haben möglicherweise nur noch ein paar Jahre oder vielleicht sogar nur noch wenige Monate zu leben. Sollen sie diese in kompletter Isolation und Einsamkeit, fernab von ihren Liebsten verbringen? Wo bleibt bei all den Sicherheitsmaßnahmen die Verhältnismäßigkeit und was ist mit der Lebensqualität der Menschen? Ich möchte mein Leben auch im Alter noch genießen können und meine Liebsten in die Arme schließen dürfen. Wenn mit das vom Gesetzgeber verboten wird, was ist mein Leben dann noch wert?"[Text: Vanessa Pegel | Video: Andreas Steppan | Musik: Carinha K. Bleckert]PS: Wer den Song "Leben" von der wundervollen Carinha in Gänze hören möchte, findet ihn auf Spotify.

Gepostet von Vonwegen Verlag am Dienstag, 28. April 2020

 

 

Veröffentlicht am: 28.04.2020
Autor: vanessa

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