TimeFestival – ein Resümee

Da reden die Leute immer von Weltenwende und goldenem Zeitalter, Dimensionserweiterung und kosmischer Erleuchtung und wenn dann am Realitäts-Arkasha gedreht wird, passiert nix. Schade. So geschehen am 16.-18.08.2019 am Raumhafen Göttingen mit Landeplatz für extraterrestrische Erdenerkunder.

[Text: Gunthard Schleipen | Foto: Sonst]

Das Haus der Kulturen im Hagenweg 2e war Tatort der 3. Ufo-Party der Galaktischen Föderation e.V.i.G mit der Prämisse, verschiedene Zeitebenen von Mittelalterdarstellung bis SteamPunkStyle sowie unterschiedlichste Musikrichtungen bei gemütlichem und respektablem Grundkonsens zu verbinden. So trafen Musikstile von UFO-POP [Sleeves] bis Ethnofolk [Duo Mauricio] über Funkedelic Beats [Call us Janis] bis ScienceFictionJazz  [PowerHealthBoyz] aufeinander.

Zum Anlocken von Außerirdischen auf dem 11,11 m großen Landepad hat es aber leider nicht gereicht. Auch die Vermutung, dass Zeitreisende auf dieses Event aufmerksam werden, hat sich leider nicht bestätigt. Egal. Passiert. So ist vielleicht die Örtlichkeit auf dem Gelände hinter der MUSA zu verdeckt und versteckt, hat es doch durch die Historie als Warenlager des Zolls und anderer handelsrelevanter Unterbringungsmöglichkeiten eher ein Schattendasein und wirkt wie eine Twillight-Zone am Rande von Grone. Daher ist selbst für viele Göttinger das HDK noch Neuland. Wie sollten dann Aliens den Weg dorthin finden, wenn man sich noch nicht mal nach dem Weg erkundigen kann?

Eigentlich müsste das Gebiet zwischen Grone und Leine Klein-Mesopotamien heißen, liegt es doch zwischen den bedeutenden beiden Flüssen, die diese Stadt mit lebenswichtigem Wasser versorgen. Des Weiteren werden dort auch Integrationskurse in Deutsch angeboten, um Migrant*innen in die unsrige Gesellschaft besser vermitteln zu können, Kulturen vorzustellen und Barrieren leichter zu überwinden. Sozusagen ein Gegen-Babel. Was für eine Possibilität für neugierige Weltraumreisende!

Selbstkritisch war es vielleicht der richtige Ort zur falschen Zeit.

Was aber gesagt werden sollte, ist die Feststellung, dass bei der Podiumsdisskussion „Können examinierte AlienPfleger die Pflegekrise beenden?“ alle Teilnehmer eindeutig mit JA! Geantwortet haben. Immerhin. Ein weiter Tagespunkt war die Benennung des Kosmischen Bahnhofs:

UweKolkmeyerRaumhafen, nach dem 2017 verstorbenen GrafCommander , Musiker und Schnellzeichner, der seit 2012 Unterstützer der GF … war. Dieser wird zudem auch musikalisch in dem von Harderfilm gedrehten Science Fiction „Whitecollar Upgrade“ zu hören sein. Ob die Previewparty am Haus der Kulturen oder dem Planetarium stattfinden wird, steht noch in den Sternen und von denen gibt es ja bekanntlich sehr viele.

Fassen wir nochmal zusammen: Trotz der eher geringen Besucherzahlen, inner- und außeratmosphärisch, war doch das Erleben am Platz selber ein Zusammentreffen von Ideen, interessanten Wesenheiten, Musikerpool und Entschleunigung. Ein Dank an alle Teilnehmer*innen!

Das TimeFestival wird nächstes Jahr von einem jüngeren Team zelebriert werden. Auch das hat sich spontan auf dem Festival ergeben. Weil: wir sind auf astrale Hilfe durchaus dringend angewiesen. Vielleicht könnten wir ja den Inhalt der Nordsee gegen umweltschonende Hochenergie tauschen? Die Zeit wäre da. Die Resonanz hoffentlich auch. Der Bundestag ist informiert. Wir sollten eben über unseren Weltentellerand weiterdenken und fühlen und achtsam sein. Also sollte bei Sichtungen von Lichtern über Göttingen, die komische Bewegungen machen und/oder plötzlich verschwinden, der VonWegenVerlag schnellstens in Kenntnis gesetzt werden. Sachdienliche Hinweise gehen dann zeitnah an das Team von CosmicRadio, dem Sender von Außerirdischen für Außerirdische.

Als Abschluss möchte ich die Worte der Schirmherrin des 1. Ufolandeplatzes in Wathlingen zitieren:

„Es ist der Verdienst der Galaktischen Föderation (…), uns Politikern Beine zu machen bzw. Die Düsen vorzuglühen, bevor wir uns bei einer überraschenden Begegnung der dritten Art peinlichen Fragen unserer Gäste stellen müssen. Als tourismusfördernde Sofortmaßnahme schlage ich vor, die beiden Landeplätze (Wathlingen und Göttingen, Anm.d.R.) umgehend für den Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ anzumelden, bevor uns andere Kommunen zuvorkommen.“ [Admiralin-Commandarine Kirsten Lühmann, MdB (SPD)]

Danke für das Interesse dieses doch irgendwie heiklen Themas!

Mit galaktischem Friedensgruß

Gunthard E. Schleipen,
Hüter der prellianischen Vollmeise, Chefredakteur von CosmicRadio und Initiator von Ufolandeplätzen, irgendwas muss man doch tun!

Veröffentlicht am: 05.11.2019
Autor: admin

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