Eine Farbe ist genug: Monochrom

#Kulturtipp #Ausstellung #Lokales

19 Göttinger Künstler*innen zeigen in der diesjährigen Ausstellung des Kreis34 mit Kunstwerken aus der Malerei, Bildhauerei und Fotografie, dass Einfarbigkeit alles andere als eintönig ist. Ihre Ausstellung „Monochrom“ ist noch bis zum 14. November im Künstlerhaus Göttingen zu sehen ...

[Text & Fotos: Charlotte Karnasch]

Andreas Tichy [mit den „bergseeblauen“ Augen] präsentiert uns im Künstlerhaus sein vierteiliges Buntstift-Spektakel. Die schwungvollen Formen und satten Farben lassen vieles offen, was die eigene Fantasie dann schließen will. Während die Autorin dieser Zeilen dem Antlitz einer gefährlich-grünen Gottesanbeterin gegenübersteht, sieht Andreas selbst eine Eule. 

 

Wenn eine Idee im kreativen Künstlerkopf kontemplativ herumkreiselt, dann braucht es einen passenden Rahmen, der dem künstlerischen Schaffensprozess genügend Raum und Struktur gibt, damit das, was da rotiert, auch künstlerisch wertvoll zum Ausdruck gebracht werden kann. Dafür hat sich vor über 50 Jahren der freischaffende Künstler Henry Hirsch engagiert und den etwas ominös-klingenden Kreis34 gegründet [die 34 geht übrigens lediglich auf die damalige Postleitzahl zurück und beinhaltet keine etwaigen Verschwörungstheorien oder Endzeitziffervisionen]. Im Zentrum dieses Zirkels steht die Kunst und um diese herum gruppieren sich seit der Gründung Menschen, die sich in ihrem künstlerischen Schaffen gegenseitig unterstützen. Aktuell besteht die Künstlergemeinschaft aus 19 regionalen Künsten mit unterschiedlichsten Background. Während ihrer wöchentlichen Treffen im Künstlerhaus geben sie sich gegenseitig Feedback, besprechen gemeinsame Projekte und planen Ausstellungen.

Die aktuelle Jahresausstellung des Kreis 34 heißt Monochrom [übersetzt „Einfarbigkeit“] und ist alles andere als eine monotone Angelegenheit, auch wenn sich die monochrome Farbgestaltung  auf eine einzelne Farbe konzentriert, die mittels Helligkeit und Sättigung variiert werden kann. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dass monochrom viel mehr kann als nur schwarz-weiß und dass eine einzige Farbe unendlich viele Nuancen hat, sollte einen Abstecher in das Künstlerhaus in der Gotmarstraße 1 machen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 14. November und ist Montags bis Freitags von 16 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr zu sehen.

 

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf weitere Kunstwerke, die es neben Andreas Bildern in der Ausstellung zu entdecken gibt:

 

 

 

Ab dem 20. November wird im Künstlerhaus dann die Jahresausstellung des BBK [Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler] zu sehen sein.

 

 

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