In meinem Artikel „Auf der Suche nach der verlorenen Lust“ habe ich versprochen, Euch zu zeigen, wie Ihr Euer Svadhisthana Chakra – den Sitz von Lust, Emotionen, Kreativität und Lebensfreude – aktivieren könnt. Jetzt halte ich Wort. Kiss your Asana and free your Svadhisthana. ♥
Text & Foto: Vanessa Pegel
Dein Sakralchakra – auch bekannt als „Sexualchakra“ – im Sanskrit Svadhisthana – ist alles andere als ein still meditierendes Lichtkügelchen im Nirwana. Nimmt man seine Übersetzung beim Wort, handelt es sich dabei sogar um nichts Geringeres als den Wohnsitz Deines Selbst, denn „Sva" heißt das Eigene und „Adhisthana" bedeutet die Wohnung. Lauschig-flauschig könnte man also sagen, dass Dein Svadhisthana Chakra eine energetische Wohngemeinschaft für Deine Gefühle, Deine Sinnlichkeit, Deine Kreativität und Deine Lebensfreude ist. Der Ort in Dir, der vielleicht gerade mit hochgezogener Augenbraue flüstert: „Komm schon, fühl mal wieder was.“
Lokalisiert ist Dein Sexualchakra natürlich da, wo sich auch Deine Geschlechtsorgane befinden, unterhalb Deines Bauchnabels im Beckenbereich, wo auch Dein Kreuzbein (Sakrum) ansässig ist. Hier entstehen sexuelles Verlangen, schöpferische Impulse und der leise, aber unaufhaltsame Drang nach Veränderung. Wenn die Energie dort frei fließt, bekommen Dinge Geschmack, Blicke gewinnen Tiefe und Dein Körper ist nicht länger nur das Transportmittel für Deinen Kopf, sondern tritt wieder ins Rampenlicht – als Hauptdarsteller, nicht als Statist.
Let's flow
Keine Sorge, Du musst jetzt nicht in eine Yogahose schlüpfen und „Om“ brummen (obwohl sich Letzteres tatsächlich ziemlich gut anfühlt). Es reichen eine bequeme Jogginghose, ein weicher Teppich und eine ruhige Umgebung, um Deinen Körper mit ein paar Yogaübungen – genannt Asanas – wieder wach zu küssen. Dabei kommt es keineswegs darauf an, sich wer weiß wie zu verrenken, sondern darauf, in sich hinein zu fühlen. Dein Ziel: Du willst nicht mehr Dein Bestes geben. Du willst es wiederhaben!
Also tief in den Bauch hinein atmen, spüren und ganz ehrlich: Wenn Deine Libido irgendwo in der Nähe ist, wird sie spätestens nach diesen Asanas mal neugierig durchs Fenster blinzeln und Dir vielleicht sogar ein überaus angenehmes Kribbeln in Deiner Körpermitte bescheren. Tara! Du spürst Dich wieder. Und das ist die Eintrittskarte zu Deiner eigenen Sinnlichkeit, dem Treibstoff der Libido. Let's flow!
★ Katze-Kuh (Chakravakasana): Ein sanftes Hin und Her zwischen einem Katzenbuckel und einer Hohlkreuz-Kuh. Zur Veranschaulichung hier ein Video.
★ Schmetterlingshaltung (Baddha Konasana): Öffnet die Hüften und wirkt ein bisschen wie „Hallo, ich hab hier lange nicht aufgeräumt, aber ich fang mal an.“Videolink
★ Happy Baby (Ananda Balasana): Sieht aus wie ein umgekippter Käfer, fühlt sich aber überraschend befreiend an.Videolink
★ Goddess Pose (Utkata Konasana): Diese Haltung hat etwas von: „Ich bin da“ – und genau das fehlt der Lust oft. Videolink
Kiss your Asana and free your Svadhisthana. ♥
↑ Eigentlich wollte ich Euch übrigens an dieser Stelle mit meinen selbstgedrehten Yoga-Videos (hier seht Ihr eine Szene) auf die Sprünge helfen, doch leider gestaltete sich das Ganze mal wieder viel komplizierter und zeitaufwendiger als ich gedacht habe. Doch was nicht ist, kann ja noch werden ...
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